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	<title>Landwirtschaftsgericht Archives | Hof-Erbrecht</title>
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	<description>Erbrecht für Landwirte</description>
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	<title>Landwirtschaftsgericht Archives | Hof-Erbrecht</title>
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		<title>Landwirtschaftsgerichte nicht für Badische Hofgüter zuständig</title>
		<link>https://hof-erbrecht.de/landwirtschaftsgerichte-nicht-fuer-badische-hofgueter-zustaendig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Ruby]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Sep 2021 15:53:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BadHOfGG]]></category>
		<category><![CDATA[LwVG]]></category>
		<category><![CDATA[Badisches Hofgut]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaftsgericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Gesetz die geschlossenen Badischen Hofgüter betreffend (BadHofGG) ist ein besonderes Anerbenrecht für Hofgüter im Schwarzwald. Regional geltende Anerbenrechte existieren für die Bundesländer Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Die anderen Bundesländer kennen keine Anerbenrechte. Anerbenrechtliche Verfahren werden eigentlich vor den Landwirtschaftsgerichten verhandelt, so bestimmt es § 1 des Landwirtschaftsgerichtsgesetzes (LwVG)....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-9289" src="https://hof-erbrecht.de/wp-content/uploads/2024/08/RubyLogo2024-300x184.jpg" alt="" width="300" height="184" srcset="https://hof-erbrecht.de/wp-content/uploads/2024/08/RubyLogo2024-300x184.jpg 300w, https://hof-erbrecht.de/wp-content/uploads/2024/08/RubyLogo2024.jpg 687w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das Gesetz die geschlossenen Badischen Hofgüter betreffend (BadHofGG) ist ein besonderes Anerbenrecht für Hofgüter im Schwarzwald. Regional geltende Anerbenrechte existieren für die Bundesländer Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Die anderen Bundesländer kennen keine Anerbenrechte. Anerbenrechtliche Verfahren werden eigentlich vor den Landwirtschaftsgerichten verhandelt, so bestimmt es § 1 des Landwirtschaftsgerichtsgesetzes (LwVG). Wer genauer liest findet aber im Gesetzestext in § 1 LwVG folgende Aussage:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>§ 1 LwVG </strong></p>
<p>Die Bestimmungen dieses Gesetzes gelten in den Verfahren auf Grund der Vorschriften über &#8230;</p>
<p>5.<br />das Anerbenrecht einschließlich der Versorgungsansprüche bei Höfen, Hofgütern, Landgütern und Anerbengütern, &#8230;</p>
<p>jedoch in den in den Nummern 5 und 6 bezeichneten Verfahren nur, soweit die beim Inkrafttreten dieses Gesetzes für diese geltenden oder die künftig erlassenen Vorschriften die Zuständigkeit von Gerichten mit ehrenamtlichen Richtern vorsehen.</p>
<cite>§ 1 Nr. 5 LwVG</cite></blockquote>



<p>Landwirtschaftssachen &#8211; und dazu gehören die Anerbenrechte wie das BadHofGG &#8211; werden also nur dann vor den Landwirtschaftsgerichten verhandelt, sofern die entsprechenden Verfahrensvorschriften „die Zuständigkeit von Gerichten mit ehrenamtlichen Richtern vorsehen“ (§ 1 LwVG a.E.). Landwirtschaftsgerichte sind aber mit zwei ehrenamtlichen landwirtschaftlichen Richtern besetzt. Fehlen solche Zuständigkeitsvorschriften ist nicht das Landwirtschaftsgericht, sondern in Erbscheinsfragen das Amtsgericht als Nachlassgericht und ansonsten das Prozessgericht, also in aller Regel das Landgericht als erste Instanz zuständig, da der Geschäftswert regelmäßig über 5.000 Euro liegen dürfte. Das BadHofGG</p>



<p>Mangels Zuweisung anerbenrechtlicher Verfahren an Gerichte mit ehrenamtlichen Richtern im BadHofGG und dem WürttAnerbR fehlt es also an einer Zuständigkeit der Landwirtschaftsgerichte in Baden-Württemberg für Landwirtschaftssachen aus dem BadHofGG.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Verhandelt das Landwirtschaftsgericht öffentlich oder nicht?</title>
		<link>https://hof-erbrecht.de/verhandelt-das-landwirtschaftsgericht-oeffentlich-oder-nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Ruby]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Aug 2021 09:42:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[LwVG]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaftsgericht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hof-erbrecht.de/?p=9170</guid>

					<description><![CDATA[<p>Verhandelt das Landwirtschaftsgericht öffentlich oder nicht?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vor dem Landwirtschaftsgericht werden die sogenannten Landwirtschaftssachen verhandelt (§ 1 LwVG). </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>Gesetz über das gerichtliche Verfahren in Landwirtschaftssachen</strong><br><strong>§ 1</strong><br>Die Bestimmungen dieses Gesetzes gelten in den Verfahren auf Grund der Vorschriften über<br><strong>1.</strong> die Anzeige und Beanstandung von Landpachtverträgen im Landpachtverkehrsgesetz vom 8. November 1985 (BGBl. I S. 2075) und über den Landpachtvertrag in den Fällen des § 585b Abs. 2, der §§ 588, 590 Abs. 2, des § 591 Abs. 2 und 3, der §§ 593, 594d Abs. 2 und der §§ 595 und 595a Abs. 2 und 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs,<br><strong>1a</strong>. den Landpachtvertrag im übrigen,<br><strong>2. </strong>die rechtsgeschäftliche Veräußerung, die Änderung oder Aufhebung einer Auflage, die gerichtliche Zuweisung eines Betriebes sowie die Festsetzung von Zwangsgeld im Grundstückverkehrsgesetz vom 28. Juli 1961 (Bundesgesetzbl. I S. 1091),<br><strong>3. </strong>Einwendungen gegen das siedlungsrechtliche Vorkaufsrecht in § 10 des Reichssiedlungsgesetzes,<br><strong>4.</strong> die Aufhebung von Pacht- und sonstigen Nutzungsverhältnissen sowie die Inanspruchnahme von Gebäuden oder Land in §§ 59 und 63 Abs. 3 und 4 des Bundesvertriebenengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. September 1971 (BGBl. I S. 1565, 1807), ferner die Festsetzung des Ersatzanspruchs und der Entschädigung nach § 7 Abs. 2 des Gesetzes zur Ergänzung des Reichssiedlungsgesetzes in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 2331-2, veröffentlichten bereinigten Fassung,<br><strong>5.</strong> das Anerbenrecht einschließlich der Versorgungsansprüche bei Höfen, Hofgütern, Landgütern und Anerbengütern,<br><strong>6.</strong> Angelegenheiten, die mit der Aufhebung der früheren Vorschriften über Erbhöfe zusammenhängen,<br>jedoch in den in den Nummern 5 und 6 bezeichneten Verfahren nur, soweit die beim Inkrafttreten dieses Gesetzes für diese geltenden oder die künftig erlassenen Vorschriften die Zuständigkeit von Gerichten mit ehrenamtlichen Richtern vorsehen.</p></blockquote>



<p>Landwirtschaftssachen  Angelegenheiten der sogenannten Freiwilligen Gerichtsbarkeit (Ausnahme: Pachtlandstreitigkeiten nach §§ 1 Nr. 1a, 48 LwVG).  Nach § 170 GVG sind aber Verhandlungen, Erörterungen und Anhörungen in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit nicht öffentlich. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>§ 170 GVG</strong><br>(1) Verhandlungen, Erörterungen und Anhörungen in Familiensachen sowie in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit sind nicht öffentlich. Das Gericht kann die Öffentlichkeit zulassen, jedoch nicht gegen den Willen eines Beteiligten. In Betreuungs- und Unterbringungssachen ist auf Verlangen des Betroffenen einer Person seines Vertrauens die Anwesenheit zu gestatten.<br>(2) Das Rechtsbeschwerdegericht kann die Öffentlichkeit zulassen, soweit nicht das Interesse eines Beteiligten an der nicht öffentlichen Erörterung überwiegt.</p><cite>Gerichtsverfassungsgesetz</cite></blockquote>



<p>In allen Verfahren der Freiwilligen Gerichtsbarkeit gilt der Grundsatz der nicht öffentlichen Sitzung nach § 170 I 1 GVG. Dies ist seit Inkrafttreten des FamFG und lt. Ernst 9. Aufl., Rz. 25 zu § 15 LwVG in bewusster Abkehr zur bisherigen Rspr (BGH VIZ 1994, 188) und in Kenntnis von Art 6 EMRK so geregelt.</p>



<p></p>



<h5 class="has-text-align-center wp-block-heading" id="h-ruby-die-kanzlei-f-r-erbrecht-konstanz-radolfzell-rottweil-villingen-schwenningen-www-ruby-erbrecht-com">RUBY. Die Kanzlei für Erbrecht. Konstanz, Radolfzell, Rottweil, Villingen-Schwenningen.<a href="http://www.ruby-erbrecht.com"> www.ruby-erbrecht.com </a></h5>



<p></p>
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